International Research Network

Cultures of Intervention

Teaching – Communication and Conflict

Courses given at Free University of Berlin in the Context of Communication and Conflict
Further Material can be obtained upon request
Contact: Hannah Neumann

2011/2012: The Homeland Discourse of German out-of-area operations – Field research at home (with Michael Daxner)

2010: Bad News are Good News – Media Coverage and War (with Sven Chojnacki)
Die Medienberichterstattung in und zu Kriegen gewinnt zunehmend Einfluss auf realpolitische Entscheidungen. PR Teams werden von den Kriegsparteien angeheuert um Meinungshoheit zu gewinnen, Videobotschaften von Terroristen gesendet um breite Massen in entfernten Ländern zu verängstigen und Flugzeuge fliegen in spektakulärer Manier in hohe Häuser um ein Höchstmaß an medialen Aufmerksamkeitskriterien zu generieren. In diesem neuen Spannungsfeld gibt das Seminar eine Übersicht über die medial agierenden Akteure und deren Strategien und Ziele der Einflußnahme auf die Medien in Kriegssituationen. Es erarbeitet die verschiedenen journalistischen Selbstbilder, die Rahmenbedingungen journalistischer Arbeit sowie deren Einfluß auf die Art und Weise der medialen Berichterstattung und bettet diese in die verschiedenen Medientheorien und konkreten medialen Debatten ein.

2009: The Role Communication in the Transformation of violent identity conflict
Ziel des Seminars soll es sein Akteure, Strukturen und Herausforderungen von Kommunikation im Kontext der Konflikttransformation in innerstaatlichen und ethnisch motivierten Konflikten zu erarbeiten und erste Lösungsansätze für diese hochaktuelle Problematik aufzuzeigen. Dabei versucht das Seminar einschlägige Ansätze aus der Sozialpsychologie, der Soziologie und Ethnologie sowie der Politikwissenschaft mit Theorien der Kommunikationswissenschaft zu verbinden. Ein solch interdisziplinärer Ansatz scheint ob der zunehmenden Komplexität so genannter „neuer Kriege“ notwendig. Gerade die aktuelle Situation in Afghanistan, im Irak oder im Kosovo, aber auch im Sudan und in Sri Lanka zeigt, dass Konfliktbearbeitung lediglich mit Waffengewalt oder makropolitischen Ansätzen nicht zu stabilem Frieden führen kann. Eingelebte Kommunikationsstrukturen der Stereotypisierung, Abgrenzung und Abwertung müssen überwunden werden und durch integrative ersetzt werden. Dies kann nur Kommunikation leisten.
In einen solchen Konfliktbearbeitungsprozess sind eine Vielzahl von Akteuren involviert. Interne Akteure, wie externe Akteure und über all dabei die Medien. Kommunikation findet statt zwischen den verschiedenen externen Akteuren (NGOs, Regierungen, UN, Wirtschaftsunternehmen etc.), zwischen externen Akteuren und deren Auftraggebern bzw. Finanziers zu Hause, zwischen internen und externen Akteuren und zwischen den internen Akteuren (Konfliktparteien, Flüchtlinge/Exilanten/Dagebliebene, Moderate/Extreme/Uninteressierte). Dabei geht es um so komplexe Prozesse wie das Aushandeln von gesellschaftlichen und administrativen Strukturen, aber auch auf individueller Ebene die gemeinsame Entwicklung von Geschichte, die Festlegung des Einflusses von Religion, die Anerkennung von Identität und vieles mehr.
Das Seminar befasst sich hier mit den Aspekten medialer und interpersonaler Kommunikation, die in den vielfältigen Prozessen von Konflikttransformation notwendig werden. Dabei sollen die theoretische Vorannahmen und Modelle mit konkreten Fallbeispielen verknüpft werden.

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